Sterbliche & Blutsdiener: Unterschied zwischen den Versionen
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In der Spielwelt gibt es nahezu ständig Schnittstellen bzw. Bereiche, in denen Vampire Sterbliche für ihre Zwecke einbinden und/oder auf menschliche Kräfte zurückgreifen. Hier gibt es jedoch Abstufungen. Für alle kleineren bis mittelgroßen Interaktionen im nachtnächtlichen Lebens eines Kainiten genügt es, Sterbliche mit einfachen Mitteln dienstbar zu machen. Dies kann durch Bestechung, Erpressung oder eine mentale Manipulation (einige Kainiten verfügen über entsprechende Fähigkeiten) erfolgen. Die betreffenden Menschen müssen für diese Angelegenheiten nicht in die Welt der Unsterblichen eingeweiht werden. Beispiele: Der Streifenpolizist soll mal wegschauen, die Dame am Empfang soll jemanden durchwinken, der Taxifahrer soll keine unangenehmen Fragen stellen, der Straßenschläger soll XYZ verprügeln, aber über den Auftraggeber schweigen und so weiter. Für heiklere Missionen sollte man als Kainit umsichtiger vorgehen und entweder wirklich „gut“ bestechen oder erpressen oder definitiv auf eine mentale Beeinflussung zurückgreifen: Der Chef der lokalen Bank soll Gelder waschen, der freundliche Tiefbauer von nebenan soll eine unterirdische Zuflucht anlegen, der Friedhofswärter muss wegschauen, weil es einen „Unfall“ beizusetzen gilt, das Amt soll einen gefälschten Ausweis ausstellen … solche Dinge. Für alle Bereiche, die den Kainiten unmittelbar und/oder seine persönlichen Belange und Interessen betreffen, greifen die meisten Kainiten aus Sicherheitsgründen auf fest in ihren Diensten stehende Sterbliche zurück. Diese Kräfte sind i.d.R. eingeweiht und wissen um das wahre Wesen ihres Auftraggebers bzw. Dienstherren, sie stehen üblicher Weise langfristig im Dienst des betreffenden Kainiten. Solche Sterblichen sind entweder massiv bestochen, erpresst, geistig manipuliert oder – das ist in diesem Falle der übliche Weg – durch ein Blutsband unterworfen. Ein Blutsband beschreibt in der Spielwelt ein mystisches Band, welches durch Blut besiegelt wird und eine Zielperson an den Initiator des Bandes bindet. Ein Blutsband stellt eine weitgehend unerschütterliche Loyalität des Ziels zum Herren des Bandes sicher. Ein blutgebundener Sterblicher wird als Blutsdiener oder Ghul bezeichnet. Beispiele für Positionen im Nahbereich eines Kainiten: Persönliche Sicherheit, Sekretär, rechte Hand im geschäftlichen oder finanziellen Bereich, persönlicher Service, Butler, etc. | |||
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Wie sehen Kainiten Sterbliche und wie gehen sie mit ihnen um? Das ist sehr individuell. Die meisten Vampire erachten sich als den Menschen überlegen. Das führt, je nach Charakter, zu einer gewissen Überheblichkeit, Ignoranz und Anmaßung gegenüber Sterblichen. Bei einigen Figuren gipfelt diese Sichtweise in völliger Gleichgültigkeit und/oder der Überzeugung, Sterbliche als ebenso vergängliche wie ersetzbare Ressource zu betrachten: Ihr Schicksal ist solchen Kainiten egal, es berührt sie nicht. Das ist aber definitiv nicht bei allen Figuren der Fall. Es gibt Kainiten, die – auch wenn sie sich den Sterblichen ggf. in gleicher Weise überlegen sehen – ein moralisches Grundgerüst verfolgen bzw. bewahren und sich bemühen, Sterblichen umsichtig zu begegnen. Bei einigen Figuren gipfelt das in einem ungeahnt menschlichen Umgang mit Sterblichen. Bei diesem Thema lässt die Spielwelt bewusst eine große Varianz zu. Im Spiel rangiert das Gros der Figuren im „gesunden“ Mittelfeld, heißt, es ist eine gewisse Distanz zu Sterblichen gegeben, es besteht ein Gefälle zwischen beiden „Spezies“, dennoch wird Sterblichen i.d.R. fair bzw. neutral begegnet. | |||
== Menschen == | == Menschen == | ||
Version vom 24. März 2025, 19:45 Uhr
In der Spielwelt gibt es nahezu ständig Schnittstellen bzw. Bereiche, in denen Vampire Sterbliche für ihre Zwecke einbinden und/oder auf menschliche Kräfte zurückgreifen. Hier gibt es jedoch Abstufungen. Für alle kleineren bis mittelgroßen Interaktionen im nachtnächtlichen Lebens eines Kainiten genügt es, Sterbliche mit einfachen Mitteln dienstbar zu machen. Dies kann durch Bestechung, Erpressung oder eine mentale Manipulation (einige Kainiten verfügen über entsprechende Fähigkeiten) erfolgen. Die betreffenden Menschen müssen für diese Angelegenheiten nicht in die Welt der Unsterblichen eingeweiht werden. Beispiele: Der Streifenpolizist soll mal wegschauen, die Dame am Empfang soll jemanden durchwinken, der Taxifahrer soll keine unangenehmen Fragen stellen, der Straßenschläger soll XYZ verprügeln, aber über den Auftraggeber schweigen und so weiter. Für heiklere Missionen sollte man als Kainit umsichtiger vorgehen und entweder wirklich „gut“ bestechen oder erpressen oder definitiv auf eine mentale Beeinflussung zurückgreifen: Der Chef der lokalen Bank soll Gelder waschen, der freundliche Tiefbauer von nebenan soll eine unterirdische Zuflucht anlegen, der Friedhofswärter muss wegschauen, weil es einen „Unfall“ beizusetzen gilt, das Amt soll einen gefälschten Ausweis ausstellen … solche Dinge. Für alle Bereiche, die den Kainiten unmittelbar und/oder seine persönlichen Belange und Interessen betreffen, greifen die meisten Kainiten aus Sicherheitsgründen auf fest in ihren Diensten stehende Sterbliche zurück. Diese Kräfte sind i.d.R. eingeweiht und wissen um das wahre Wesen ihres Auftraggebers bzw. Dienstherren, sie stehen üblicher Weise langfristig im Dienst des betreffenden Kainiten. Solche Sterblichen sind entweder massiv bestochen, erpresst, geistig manipuliert oder – das ist in diesem Falle der übliche Weg – durch ein Blutsband unterworfen. Ein Blutsband beschreibt in der Spielwelt ein mystisches Band, welches durch Blut besiegelt wird und eine Zielperson an den Initiator des Bandes bindet. Ein Blutsband stellt eine weitgehend unerschütterliche Loyalität des Ziels zum Herren des Bandes sicher. Ein blutgebundener Sterblicher wird als Blutsdiener oder Ghul bezeichnet. Beispiele für Positionen im Nahbereich eines Kainiten: Persönliche Sicherheit, Sekretär, rechte Hand im geschäftlichen oder finanziellen Bereich, persönlicher Service, Butler, etc.
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Wie sehen Kainiten Sterbliche und wie gehen sie mit ihnen um? Das ist sehr individuell. Die meisten Vampire erachten sich als den Menschen überlegen. Das führt, je nach Charakter, zu einer gewissen Überheblichkeit, Ignoranz und Anmaßung gegenüber Sterblichen. Bei einigen Figuren gipfelt diese Sichtweise in völliger Gleichgültigkeit und/oder der Überzeugung, Sterbliche als ebenso vergängliche wie ersetzbare Ressource zu betrachten: Ihr Schicksal ist solchen Kainiten egal, es berührt sie nicht. Das ist aber definitiv nicht bei allen Figuren der Fall. Es gibt Kainiten, die – auch wenn sie sich den Sterblichen ggf. in gleicher Weise überlegen sehen – ein moralisches Grundgerüst verfolgen bzw. bewahren und sich bemühen, Sterblichen umsichtig zu begegnen. Bei einigen Figuren gipfelt das in einem ungeahnt menschlichen Umgang mit Sterblichen. Bei diesem Thema lässt die Spielwelt bewusst eine große Varianz zu. Im Spiel rangiert das Gros der Figuren im „gesunden“ Mittelfeld, heißt, es ist eine gewisse Distanz zu Sterblichen gegeben, es besteht ein Gefälle zwischen beiden „Spezies“, dennoch wird Sterblichen i.d.R. fair bzw. neutral begegnet.
Menschen
Menschen sind in der Spielwelt vornehmlich Nahrungsquelle und Arbeitskräfte; sie sind eine ersetzbare Ressource. Vampire sind im Allgemeinen nicht menschenfreundlich, sondern fühlen sich den Menschen überlegen. Bestenfalls agieren Vampire gegenüber Menschen normal, vielleicht sogar aufgesetzt umgänglich. Häufiger findet sich jedoch ein reserviertes, bestimmendes oder arrogantes Verhalten. Die Überlegenheit kann auch Unterdrückung, Gewalt, Manipulation, Gleichgültigkeit gegenüber seelischem und körperlichem Wohl eines Menschen begründen. Nur selten finden sich Vampire, die einen wirklich freundschaftlichen Austausch mit Menschen pflegen. Siehe auch: Menschlichkeit und Elementare Themen: Blut und Jagd.
Synonym verwandte Begriffe für Menschen: Sterbliche oder Sethskinder.
Teilweise treten im Spielverlauf menschliche Rollen auf. Jeder Spieler sollte sich daher mit der Thematik "Mensch" beschäftigen und für seine Figur ermessen, wie diese Menschen sieht und behandelt. In Bezug auf Menschen ist stimmiges und konträres Rollenspiel gefragt.
Ghule
Ghule sind Menschen, die durch das Trinken von Vampirblut dienstbar gemacht werden. Menschen verändern sich durch das Trinken von Vampirblut körperlich und seelisch. Auch äußerliche Veränderungen sind möglich, beispielsweise bei Ghulen von Clan Nosferatu.
Synonym verwandte Begriffe für Ghule: Blutsdiener oder Diener, evtl. auch Gefolgsleute oder Sklave.
Ghule sind stärker und widerstandsfähiger als normale Menschen. Sie können Wunden besser heilen, sind gegen viele Krankheiten immun, altern kaum noch und können, eine weitere Versorgung mit Vampirblut vorausgesetzt, unsterblich sein. Seelisch degenerieren sie zu einem blinden und aufopferungsbereiten Diener für ihren Herrn. Sie sind ihrem Vampir sehr zugeneigt, lieben ihn regelrecht, wenngleich diese Liebe eine verkehrte und unechte ist. Sie würden und werden alles für ihren Herrn tun, bis hin ihr eigenes Leben für das seine zu geben. Das Wort des Vampirs ist ihr Befehl. Hinterfragen ist einem Ghul fremd, bedingungsloser Gehorsam seine Bestimmung. Ghule sind abhängig von Vampirblut. Wenn sie nicht in regelmäßigen Abständen, ca. 1 x pro Monat, Blut dargereicht bekommen, werden sie schwach, krank und verfallen schließlich bis hin zum Tod. Ghule stehen unter einem Blutband.
Mit Ghulen regeln Vampire ihre täglichen Geschäfte, nutzen sie als Handlanger für Arbeiten und Aufgaben aller Art, setzen sie als Sicherheitskräfte ein, lassen sich durch sie versorgen, missbrauchen sie als billige Gesellschaft, halten sie als Nahrungsquelle oder als Objekt der Freude. Die Tätigkeitsbereiche von Ghulen sind sehr verschieden. Auch wenn Vampire die uneingeschränkte Macht über ihre Ghule tragen, so sind sie im Alltag doch auf diese angewiesen. Das Verhältnis ist eine Art Symbiose aus Geben und Nehmen, nur, dass das Gleichgewicht sehr auf Seiten des Vampirs liegt.
Wie Vampire ihre Helfer und Gefolgsleute oder die anderer Vampire behandeln, ist stark abhängig von den Ansichten und Einstellungen des jeweiligen Charakters. Generell gelten Ghule eher als Eigentum und Sachgegenstand, nicht als Individuum. Im Spielgeschehen können Ghule auftauchen, somit sollte sich jeder Spieler mit der Thematik "Ghule" beschäftigen und für seine Figur ermessen, wie diese Ghule sieht und behandelt.
Regeltechnisch werden Ghule über den Hintergrund „Gefolgsleute“ bezogen (siehe Hintergründe).